Marina Weisband

Marina Weisband

Marina Weisband ist Diplom-Psychologin und in der politischen Bildung aktiv. Sie ist eine erfahrene Rednerin in den Bereichen politische Partizipation, Privacy, digitale Gesellschaft, Medien und Krisen. Sie leitet das aula-Projekt zur Schülerpartizipation und spricht bei Veranstaltungen und in öffentlichen Medien über ihre Arbeit und Themen wie Konfliktsituationen in postsowjetischen Regionen.

Nebenbei beschäftigt sie sich heimlich halbprofessionell mit Kunst, Schauspielerei und Musik. Ihr Wohnort ist der ICE zwischen Münster und Berlin. Sie denkt auf englisch, russisch und deutsch und ist daher manchmal ein bisschen verwirrt.

Kurzbiographie

Marina Weisband wurde 1987 in Kiew in der Ukraine geboren. Ihre Familie zog sechs Jahre später im Zuge der Regelung für Kontingentflüchtlinge nach Deutschland. Weisband machte 2006 ihr Abitur in Wuppertal und erwarb 2013 ihr Psychologie-Diplom in Münster. Sie engagierte sich ehrenamtlich im Wuppertaler Elternverein 3x3 e.V.,  der Migrantenfamilien betreut. Von 2011 bis 2012 war sie politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland, wo sie für die Meinungsbildung innerhalb der Partei und für die Repräsentation nach außen zuständig war. 2012 ließ sie sich nicht erneut zur Wahl aufstellen, um ihre Psychologie-Diplomarbeit über Wertesysteme ukrainischer Kinder zu schreiben. Weisbands politische Schwerpunkte liegen in den Bereichen der Bildung und der Bürgerbeteiligung. In ihrem Buch „Wir nennen es Politik“ (2013 erschienen im Tropen-Verlag) schildert sie für Politik-Neueinsteiger die Möglichkeiten neuer demokratischer Formen durch Nutzung des Internets.
Seit 2014 leitet sie bei politik-digital e.V. ein Projekt zur politischen Bildung und liquid-demokratischen Beteiligung von Schülern und Schülerinnen an den Regeln und Angelegenheiten ihrer Schulen („aula“).

Veröffentlichungen

Sachbuch

„Wir nennen es Politik –
Ideen für eine zeitgemäße Demoraktie“

Titel bestellen oder kopierschutzfreies eBook erwerben

»Politik hat das Ziel, alle Menschen möglichst glücklich zu machen.«

Alte Männer in grauen Anzügen sitzen in Hinterzimmern und reden über Dinge, von denen sie insgeheim oft überfordert sind. Sie treffen Entscheidungen, die denen nützen, deren Einfluss am größten ist. Das ist Demokratie in Deutschland 2012. Marina Weisband zeigt, dass es auch anders gehen kann: verständlich, ehrlich, menschlich und direkt.

Marina Weisband führt in »Wir nennen es Politik« vor Augen, dass Demokratie mehr Beteiligung fordert. Sie ist aufgewachsen in der untergehenden Sowjetunion, jüdischen Glaubens und im Internet zuhause. Dort hat sie es als Selbstverständlichkeit erfahren, jederzeit die eigene Meinung zu sagen und dies auch zu nutzen, gehört zu werden und Dinge zu verändern. In ihrem Buch entwickelt sie Ideen für ein politisches Betriebssystem, das verantwortungsvolle aber nicht machthungrige Politiker und sich an der Demokratie beteiligende, mutige Bürger fordert: Nur so können die Herausforderungen der Demokratie bewältigt werden. Ein Plädoyer für die Politik und ein Aufruf zum Mitmachen.

Beschreibung von Klett-Cotta